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Wer kann jetzt im Notfall helfen?

Notfallskills
 

Es ist sinnvoll, sich vorher darüber Gedanken zu machen, was für Sie persönlich in einer Krise hilfreich ist, und wie Sie Krisen vorbeugen können. Nicht erst, wenn der Notfall eingetreten ist. Sie können Sich einen ganz persönlichen Notfallkoffer zusammenstellen. Dies ermöglicht Ihnen, möglichst wenig auf andere Menschen angewiesen zu sein, und Sie können nach Möglichkeiten Ausschau halten, was Sie in einer akuten Krise zuerst selbst ausprobieren können.

Für den Fall, daß dies im Notfall nicht ausreichen sollte, und Sie beipielsweise ärztliche Hilfe brauchen, können Sie sich einen persönlichen Krisenpass oder eine Notfall-Liste erstellen. Diese können Sie im Notfall, bei einer stationären Aufnahme oder bei einer chirurgischen Versorgung vorzeigen.
In bestimmten Situationen, beispielsweise bei akuten, sich aufdrängenden Suizidgedanken ist es unbedingt notwendig, daß Sie sich sofort fachliche Hilfe holen.

Wer an einer Borderline-Persönlichkeitsstörung, einer Schizotypischen Persönlichkeitsstörung, oder einer Dissoziativen Identitätsstörung leidet, bei dem kann es regelmäßig zu schweren Krisen kommen, die unter Umständen eine Aufnahme in eine Klinik notwendig machen.
Dabei kann es durchaus um ganz unterschiedliche Symptome gehen, die eine Einweisung notwendig machen. Leider ist es in solch einer akuten Krise oft der Fall, dass der/die Betroffene schwer bzw. gar nicht mit dem Arzt oder der Ärztin in Kontakt treten, und erklären kann, welche Erkrankung er/sie hat, und welche Medikamente er/sie evtl nimmt.
Eine Notfall-Liste kann gerade in einer hektischen Aufnahmesituation sehr hilfreich sein. Sie fördert den Eindruck von Eigenverantwortlichkeit und Selbstmanagement. Der Arzt kann kurz die übersichtlich gestalteten und mit dem Computer geschriebenen Seiten lesen und weiß nun folgendes:

- Ihre wichtigsten psychiatrischen Diagnosen, (dies kann vom behandelnden Arzt ausgestellt werden),

- falls vorhanden: wichtige somatische Diagnose(n) wie beispielsweise Herz- oder Nierenerkrankungen, Allergien o. a.

- verordnete Medikamente in genauer Dosierung (sehr wichtig, kann sonst schnell zu Missverständnissen führen),

- Medikamente, die Sie aufgrund negativer Erfahrungen keinesfalls mehr nehmen möchten (mit kurzer stichwortartiger Begründung!),

- behandelnder Arzt/Ärztin (Namen, Anschriften, Telefonnummern),

Ärzte in einem Allgemeinkrankenhaus kennen sich oft nicht mit Dissoziation aus und könnten schwere Dämmerzustände und Persönlichkeitswechsel falsch auffassen.

Wenn
Sie Haustiere besitzen, dann empfiehlt sich für den Notfall mit vorheriger Absprache jemanden mit Telefonnummer einzutragen, der sich im Notfall um Ihr(e) Tiere kümmert. Denn in einem ernsten Notfall müsste u.U. das Krankenhaus dort anrufen.

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