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Sexualisierte Gewalt

Was ist Gewalt
 

Sexualisierte Gewalt
Es gibt keinen allgemein gültigen Begriff für diese Form von Gewalt.
Sexuelle GEWALT verleitet dazu, die psychisch-emotionale Komponente und deren Folgen auszublenden.

Sexueller Missbrauch:

Das Wort Missbrauch trägt ursprünglich zwei Bedeutungen: disperditio (lat. für Verderbnis, Zugrunderichtung) und abusus (lat. für Verbrauch, Ausnutzung, uneigentlicher Gebrauch).
Unter einem sexuellen (geschlechtlichen) Missbrauch ist demnach, kein "verkehrter" oder "uneigentlicher" Gebrauch als Ausnutzung (abusus), sondern eine grundsätzlich als verfehlt und falsch zu bezeichnende Handlungs- und Ausübungsweise menschlicher Sexualität als Verderbnis und Zugrundrichtung zu begreifen. Die Bezeichnung sexueller Kindesmissbrauch wird häufig kritisiert, da er nach heutigem Sprachverständnis impliziert, dass es einen sexuellen Gebrauch von Kindern gebe.

In der Sozialwissenschaft wird der Begriff Missbrauch oft auf Handlungen ausgedehnt, die nicht strafbar sind, aber moralisch verurteilt werden. Psychologisch wird als Missbrauch verstanden, wenn eine Handlung das Opfer in seiner Integrität verletzt und ihm psychischen Schaden zufügt. Die Ebenen juristischer, sittenmoralischer und psychologischer Bewertung müssen dabei nicht zwangsläufig übereinstimmen, sondern können sich im Einzelfall auch widersprechen.
In der sozialwissenschaftlichen Literatur, in Bereichen der Arbeit mit den Opfern und in psychologischen Zusammenhängen wird auch die Bezeichnung sexuelle Gewalt oder konkreter sexualisierte Gewalt benutzt. Der Begriff sexualisiert soll meinen, dass Gewaltaspekte nicht ihren Ursprung in der Sexualität haben, jedoch hier mittels sexueller Handlungen zum Ausdruck gebracht werden. Machtmissbrauch und narzisstischer Missbrauch sind von der Beziehungsstruktur her gesehen Teile des sexuellen Missbrauchs. (Quelle: Wikipedia)


Sexualisierte Gewalt umfasst alle sexuellen Handlungen, die einem Kind aufgedrängt oder aufgezwungen werden. Sie ist ein Akt der Aggression und des Machtmissbrauchs, nicht das Resultat unkontrollierbarer sexueller Triebe.
Sexualisierte Gewalt reicht von der sexuellen Belästigung oder Vergewaltigung erwachsener Frauen und geht bis zur sexualisierten Gewalt (sexueller Missbrauch) an Kindern.
Werden die Missbrauchshandlungen an Kindern in Bilddokumenten verkauft ("Kinderpornographie", zunehmend im Internet) oder werden Minderjährige zur Prostitution gezwungen, spricht man von kommerzieller sexueller Ausbeutung.
Kommerzielle sexuelle Ausbeutung liegt auch dann vor, wenn Touristen im Ausland Minderjährige missbrauchen oder wenn Kinder zum Zwecke der Prostitution im Inland oder grenzüberschreitend gehandelt werden.

Adams & Fay (1989) geben folgende kindgerechte Definition von sexualisierter Kindesmisshandlung: "Sexueller Missbrauch ist das, wenn dich jemand berührt oder dazu bringt, ihn zu berühren, und dich damit ganz durcheinanderbringt oder wenn du die Berührung vielleicht gar nicht gewollt hast. Vielleicht versucht jemand, dich gegen deinen Willen an der Scheide oder am Penis zu berühren oder dich gegen deinen Willen dazu zu bringen, seinen Penis zu berühren."

Steinhage (1992): "Sexueller Missbrauch liegt immer dann vor, wenn ein Erwachsener sich einem Kind in der Absicht nähert, sich sexuell zu erregen oder zu befriedigen." Fast immer nützt der Täter dabei ein Macht- und Abhängigkeitsverhältnis aus.

Unter sexuellem Missbrauch wird die Beteiligung von Kindern und Jugendlichen an sexuellen Aktivitäten verstanden, denen sie verantwortlich nicht zustimmen können, weil sie die Tragweite der Handlungen nicht erfassen können. Unter Ausnutzung vorhandener Macht- und Kompetenzgefälle werden Kinder und Jugendliche zur sexuellen Stimulation Erwachsener und zum Schaden der Kinder missbraucht (Bange & Kröner 2002; Amann & Wipplinger 2005).

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