Géint Gewalt u Kanner

Direkt zum Seiteninhalt

Hauptmenü

Psychische Gewalt

Was ist Gewalt
 

Psychische oder seelische Gewalt

Seelische Gewalt wird meist als Drohungen, verletzende verbale Äußerungen und Redensarten, Zwänge, emotionales Erpressen oder Liebesentzug, Abwendung oder Ablehnung ausgeübt. Man unterscheidet aktive Formen seelischer Gewalt, wie feindliche oder abweisende Verhaltensweisen, und passive Formen, wie das Unterlassen oder Vorenthalten von Erfahrungen oder Beziehungen, die zu einer gesunden emotionalen Entwicklung erforderlich sind. Alle Formen seelischer Gewalt beeinträchtigen die Vertrauensbeziehung zwischen Bezugsperson
und Kind, und behindern das Kind damit in seiner geistig-seelischen Entwicklung zu einer autonomen und lebensbejahenden Persönlichkeit (Eggers 1994).
Da ihre Auswirkungen nicht sofort, sondern oftmals erst nach Jahren erkennbar werden, ist seelische Gewalt meist schwieriger zu diagnostizieren als körperliche Misshandlung. In ihrer Schwere sind die Folgen den Schäden von körperlicher Gewaltanwendung aber durchaus vergleichbar.

Seelische Gewalt liegt vor, wenn dem Kind ein Gefühl der Ablehnung vermittelt wird. Für das Kind wird es dann besonders schwierig, ein stabiles Selbstbewusstsein aufzubauen. Diese Ablehnung wird ausgedrückt, indem das Kind gedemütigt und herabgesetzt, durch unangemessene Anforderungen an Schulleistungen, sportliche oder künstlerische Anforderungen überfordert oder durch Liebesentzug, Zurücksetzung, Gleichgültigkeit oder Ignoranz bestraft wird. Besonders gravierend sind die Auswirkungen fehlender mütterlicher Zuwendung
in den frühen Entwicklungsphasen. "Als emotional nicht verfügbar" ist dabei zum Beispiel das nicht genügende Eingehen auf die Signale des Säuglings und dessen passive Ablehnung zu werten (Erickson et al. 1989).
Auch Praktiken, die dem Kind Angst machen, gelten als seelische Gewalt: dies sind unter anderem das einsperren in einen dunklen Raum, das Kind über längere Zeit allein lassen, Isolation, Drohungen oder Anbinden des Kindes. Vielfach werden Kinder von ihren Eltern in extrem überzogenem Maße beschimpft oder haben Wutanfälle zu ertragen, die für sie nicht nachvollziehbar sind.
Auch ein überbehütendes und überfürsorgliches Verhalten kann zu seelischer Gewalt werden, wenn es beim Kind Empfindungen von Ohnmacht, Wertlosigkeit oder Abhängigkeit erzeugt.
Wenn Kinder oder Jugendliche wiederholt elterlichen Streitereien oder Gewalthandlungen beiwohnen, oder wenn sie in Beziehungskonflikten instrumentalisiert werden, so ist auch dies als eine seelische Gewalthandlung durch die Eltern zu werten.

"Narzisstischer Missbrauch" -
Narzissmus in der Familie
Es handelt sich hierbei um eine besonders schwerwiegende Form der emotionalen Gewalt.
In einer Familie mit einer narzisstischen Mutter (oder Vater) aufzuwachsen, hat sehr schwerwiegende Folgen für die Kinder; Folgen, die sich bis ins Erwachsenenalter ziehen.
Narzisstischer Missbrauch bleibt oft unbemerkt und unverstanden (wird auch von den betroffenen Kindern, die dann oft schon erwachsen sind, spät oder gar nicht erkannt).

Mit dem Begriff Narzissmus ist im weitesten Sinn die Selbstliebe als Liebe gemeint, die man dem Bild von sich entgegenbringt. Im engeren Sinn bezeichnet er eine auffällige Selbstbewunderung oder Selbstverliebtheit und übersteigerte Eitelkeit. Der Begriff leitet sich ab von Narkissos/Narziss, einem Jüngling der griechischen Mythologie.
(Quelle: Wikipedia)

Links zum Thema: Narzisstischer Missbrauch
http://www.vaeternotruf.de/narzisstischer-missbrauch.htm
http://www.narzissmus.net/
http://www.narzissmus.org/

Büchertipps zum Thema "Narzissmus" finden Sie in der Literaturliste.

Zurück zum Seiteninhalt | Zurück zum Hauptmenü