Géint Gewalt u Kanner

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Prävention von Gewalt

Prävention
 

Wichtige Voraussetzung für die Prävention ist es, schon frühzeitig das Selbstvertrauen, Selbstbewusstsein und Selbstwertgefühl von Kindern zu stärken, und ihre Konflikt- und Kommunikationsfähigkeit zu fördern.
Gegen Gewalt, und vor allem gegen sexualisierte Gewalt gibt es keine Versicherung. Aber ein "selbstsicheres" und "starkes" Kind hat weit grössere Chancen, nicht zum Opfer zu werden.

Kein Kind kann sich alleine schützen!
Sie als Eltern können im Alltag viel tun, um Ihr Kind zu schützen: Ihre Kinder orientieren sich an Ihnen, d.h. dem Verhalten, das Sie ihnen vorleben.
Das gilt für tagtägliche Situationen, wie z.B. Wie Sie "Nein" sagen, oder auf welche Art und Weise Sie Grenzen setzen. Indem Sie respektvoll mit Ihren Kindern umgehen, erleben diese tagtäglich, was Wertschätzung bedeutet. Wertschätzung und ein grenzwahrender Umgang können dazu beitragen, dass Mädchen und Jungen lernen, angemessenen Umgang von grenzüberschreitendem Verhalten zu unterscheiden.
Wenn Kinder ihre Rechte kennen, vertrauen sie sich eher jemandem an, als wenn sie unangemessen behandelt werden.
Wenn Mädchen und Jungen erleben, dass es selbstverständlich ist, Hilfe zu holen, wenn man sie braucht, dann ist die Chance größer, dass sie auch bei sexualisierter Gewalt den Mut und die Kraft aufbringen, jemandem davon zu erzählen.
Prävention von Gewalt ist also vor allem eine Aufgabe von Eltern, ErzieherInnen und LehrerInnen.

Wie können Sie in Ihrem Erziehungsalltag vorbeugen?
Sie als Eltern tun das Beste für Ihre Kinder, wenn Sie Tag für Tag deren Selbstbewusstsein stärken.
Regen Sie Ihre Kinder dazu an, den eigenen Gefühlen zu vertrauen, damit sie erkennen können, wenn die persönlichen Grenzen verletzt werden.
Erklären Sie ihnen, dass sie ein Recht darauf haben, Nein zu sagen und ermutigen Sie Ihre Kinder dazu, dies auch zu tun.
Wenn Sie sich selber Hilfe holen, wenn Sie diese benötigen,dann leben Sie Ihren Kindern vor, dass es gut tut, sich Hilfe zu holen. Vermitteln Sie ihnen, dass Hilfe holen kein Zeichen von Schwäche ist, sondern die beste Möglichkeit, aus einer unangenehmen Situation herauszukommen.
Durch offene und häufige Gespräche zeigen Sie Ihrer Tochter oder Ihrem Sohn, dass Schuld- und Schamgefühle kein Hindernis zu sein brauchen, sich Ihnen anzuvertrauen, und dass sie/er mit allen Fragen und Problemen zu Ihnen kommen kann.
Wenn diese Verhaltensweisen Ihren Erziehungsalltag prägen, werden Ihre Kinder so gestärkt, dass sie in einer möglichen Situation von sexualisierter Gewalt (oder jeder anderen Gewaltart) besser handeln können. Es fällt ihnen dann leichter, Nein zu sagen und sich Hilfe zu holen.

Um sexualisierte Gewalt besser vorbeugen zu können, sollten Sie wissen:
Gute Präventionsarbeit basiert darauf, dass bekannt ist, wie unterschiedlich Mädchen und Jungen auch heute noch aufwachsen.
Sexualisierte Gewalt wirkt sich unterschiedlich auf Mädchen und Jungen aus.
TäterInnen sind in der großen Mehrzahl keine Fremden, sondern Personen aus dem nächsten Umfeld des Kindes (Eltern, direkte Familie, BetreuerInnen, ErzieherInnen, LehrerInnen, ...)
Es sind fast immer Männer, aber auch Frauen üben sexualisierte Gewalt aus.
TäterInnen verfolgen bewusst Strategien:
Sie erschleichen sich zunächst das Vertrauen des Mädchens oder des Jungen (oft auch der Eltern), und bauen eine (nicht-sexuelle) Beziehung auf. Sie nutzen das gute Verhältnis, um auszuprobieren, wie das Kind auf eine erste sexuelle Annäherung reagiert. Widerstand wird oft dadurch ausgeschaltet, dass die TäterInnen Schuld- und Schamgefühle des Kindes ansprechen/auslösen.
Einige TäterInnen wenden auch körperliche Gewalt an. Sie bringen das Kind dazu, das Geschehene geheim zu halten.

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