Géint Gewalt u Kanner

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"Eltern werden und sein nach Gewaltanwendung"

Kinder von betroffenen Eltern
 

Kinder von betroffenen Erwachsenen
Die Kinder von betroffenen Erwachsenen sind oft die Leidtragenden in einer Familie. Sie werden oft "vergessen"!
Es ist wichtig den Kindern von der Erkrankung eines oder beiden Elternteile zu erzählen, und ihnen das Ganze "kindgerecht" zu vermitteln. Werden die Kinder nicht informiert, so besteht die Gefahr, dass sie denken, sie seien schuld am Zustand der Eltern. Wenn Mama tagelang weint, oder Papa sie dauernd anschreit, nehmen Kinder leicht die Schuld auf sich.

Die Nöte von Kindern psychisch kranker Eltern:
Auszug aus dem Artikel:
DRACHENFLUG - Ein Projekt für Kinder psychisch kranker Eltern

Wenn von "Kindern psychisch kranker Eltern" die Rede ist, sind immer auch Jugendliche gemeint.
Die Auswirkungen der Erkrankung eines oder beider Elternteile beginnen früh:
"Erste Anzeichen für Abweichungen ließen sich bereits im frühen Säuglingsalter mit drei Monaten feststellen. Statistisch gesichert sind Defizite in der kognitiven und sozialemotionalen
Entwicklung im Kleinkindalter. So wiesen Kinder mit 2 Jahren, die mit einer psychisch kranken Mutter aufwuchsen, Defizite in der sprachlichen Entwicklung und in geringerem Maße auch im nonverbalen Bereich auf. Darüber hinaus zeigte sich eine Zunahme expansiver Störungen wie vermehrte Aggressivität und Hyperaktivität." (Lenz 2005, S.24)
Untersucht wurden oft Auswirkungen in solch pauschalen Kriterien wie "kognitive Störungen" und "emotionale Störungen". Doch zunehmend gab und gibt es Untersuchungen, die differenzierter Leiden und Nöte von Kindern psychisch kranker Eltern erheben. Erhoben wurden zumeist Daten über Sozialdienste, Befragungen in Kliniken und über Tests. Dies führte zu zahlreichen aussagekräftigen Ergebnissen. Als Nöte von Kindern psychisch kranker Eltern werden in der Literatur mehrere Schwerpunktprobleme genannt:
- Desorientierung
- Schuldgefühle
- Tabuisierung
- Parentisierung
- Überforderung
- Emotionale Instabilität
- Isolierung
- Betreuungs- und Bindungsdefizite (wird im Artikel detaillierter erläutert).
Den ganzen (sehr interessanten und informativen) Artikel finden Sie "HIER".


Eltern werden und sein nach Gewaltanwendung jeglicher Art
"Eltern werden ist nicht schwer, Elternsein dagegen sehr"!
Dies ist ein sehr zutreffender Spruch, denn als "Nicht-betroffener Elternteil" ist das Elternsein schon nicht immer leicht. "Betroffene" schleppen dann ein noch gewaltigeres Gepäckstück dauernd mit sich rum! Wer in seiner eigenen Kindheit Gewalt erlebt hat, will es unbedingt vermeiden, entweder genau diese Gewaltanwendung bei den eigenen Kindern zu wiederholen, oder er will seine Kinder unbedingt vor Gewaltanwendung schützen.
Das ist, glaube ich, noch die leichtere "Übung": wenn Betroffene an einer Traumafolgestörung leiden, dann werden sie immer wieder über irgendwelche Steine in ihrem Alltag stolpern, die sogar dazu führen können, dass das Alltagsleben gerade nicht gemanagt werden kann. Der "betroffene" Elternteil braucht häufiger Pausen, ist nicht immer "einsatzbereit".
Es ist daher sehr wichtig den Kindern kindgerecht zu erklären, dass Mama oder Papa der Vergangenheit wegen gerade Sorgen haben, und dass dies in keinem Fall mit den eigenen Kindern zu tun hat. Kinder können eine Menge verstehen, wenn wir es ihnen erklären!
Als Eltern können wir eine ganze Menge von unseren Kindern lernen.

Kinder von psychisch kranken Eltern
Nicht jeder Traumatisierte wird psychisch krank!
Nicht jeder psychisch Kranke wurde in seiner Kindheit traumatisiert!
Kinder von psychisch Kranken erleben dieselben Probleme wie die Kinder von traumatisierten Eltern. Wir können eine Menge tun, um diese Kinder zu beschützen, zu unterstützen und zu stärken.

Hier der Link zu einem Vortrag, den Frau Reddemann Luise 2006 gehalten hat:
"Wie wirken sich dissoziierende Eltern auf ihre Kinder aus".
http://www.luise-reddemann.info/pdfs/ISSD2006-1.pdf

"Kinder haben ein Recht darauf, es sich trotz der elterlichen Erkrankung gut gehen zu lassen." (Psychologie Heute)


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