Géint Gewalt u Kanner

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Literaturempfehlungen zum Thema: Dissoziative Identitätsstörung

Literaturliste
 

Die aufgelisteten Bücher sind als Überblick und nicht als Empfehlung zu verstehen.


Multiple Persönlichkeiten: Überlebende extremer Gewalt. Ein Handbuch: Seelische Zersplitterung nach Gewalt [Broschiert]
Michaela Huber (Autor)


Broschiert: 300 Seiten Verlag: Junfermann; Auflage: 1., Auflage (31. Mai 2010) Sprache: Deutsch ISBN-10: 3873876450 ISBN-13: 978-3873876453

"Ich habe immer gedacht, ich bin verrückt. Manchmal fehlten mir Stunden oder Tage, und ich wusste nicht, was in der Zeit passiert war. Und dann begann ich auch noch, Stimmen zu hören. Ich habe wirklich gedacht, ich bin verrückt." Doch Sarah S. ist nicht verrückt. In ihr leben Anna, Herta, Lolita und Tom, kleine Kinder und starke männliche "Beschützer", insgesamt über 50 "Personen". Sarah ist ihre "Gastgeberin", die im Alltag die meiste Zeit den Körper nach ihrem Bewusstsein steuern konnte. Sarah ist eine multiple Persönlichkeit. Ihre "Personen" sind abgespaltene Teile von ihr, entstanden durch schwere Traumata: vom Vater gequält und vergewaltigt, von der Mutter mal liebevoll, mal grausam behandelt, von den Eltern an einen Kinderpornografie-Ring "verkauft", konnte Sarah nur überleben, indem sie sich aufspaltete, ihr "Ich" aufgab und jeweils neue "Personen" schuf, die mit der Gewalt umgehen und die Erinnerung daran speichern mussten. Dieses Buch erschien erstmals 1995 und war damals das erste deutschsprachige Sachbuch zum Thema "Multiple Persönlichkeitsstörung" bzw. "Dissoziative Identitätsstörung". Diese Ausgabe ist ein durchgesehener Nachdruck des inzwischen zum "Klassiker" gewordenen Buches.

Viele sein. Ein Handbuch. Komplextrauma und dissoziative Identität - verstehen, verändern, behandeln [Broschiert]
Michaela Huber (Autor)


Broschiert: 528 Seiten Verlag: Junfermann; Auflage: 1., Auflage (21. Juli 2011) Sprache: Deutsch ISBN-10: 3873877821 ISBN-13: 978-3873877825

Sich durch Gewalterfahrung aufzuspalten, ist ein Phänomen, das so alt ist wie die Menschheit. Seit hundert Jahren wird auch beschrieben, wie es ist, wenn kleine Kinder, die immer wieder übermächtigen Stress durch erwachsene Menschen erleiden, innerlich weggehen . Manche von ihnen entwickeln eine multiple Persönlichkeit eine traumabedingte Spaltung der Persönlichkeit, die heute dissoziative Identität genannt wird. Das Viele-Sein erfordert auch von den Betroffenen viel: sich ständig zurechtzufinden in einer Welt, die sich auf erschreckende Weise für sie abrupt verändert und gelegentlich völlig fremd wirkt. Aber auch professionelle Helfer kommen an ihre Grenzen, wenn sie hoch dissoziative Kinder, Jugendliche und Erwachsene verstehen wollen. Und was hilft wirklich, um aus dem Viele-Sein eine koordiniertere Persönlichkeit entwickeln zu können? Moderne Ansätze des Selbstverständnisses multipler Menschen sowie beraterischer, therapeutischer und supervisorischer Methoden werden in diesem Buch ebenso diskutiert wie ein theoretisches Grundverständnis der dissoziativen Identität und ein auf Wertschätzung und achtsamer Sorgfalt basierendes Unterstützungsverhalten von Angehörigen und Professionellen. Neben einem ausführlichen Rahmentext von Michaela Huber zu Theorie und Therapie der dissoziativen Identitätsspaltung gibt es u.a. Impuls-Beiträge von Marlene Biberacher, Petra Hafele, Lydia Hantke, Claudia Igney, Luise Reddemann, Frauke Rodewald, Jacqueline Schmid, Dorothea Weinberg und Claudia Wilhelm-Gössling sowie von einigen (teils ehemaligen) multiplen Persönlichkeiten, die von innen heraus beschreiben, was ihnen geholfen hat. Außerdem enthält der Band eine ausführliche Literaturliste über interessante internationale Beiträge der letzten zehn bis 15 Jahre.

Das verfolgte Selbst: Strukturelle Dissoziation und die Behandlung chronischer Traumatisierung [Broschiert]
Onno van der Hart (Autor), Ellert R. S. Nijenhuis (Autor), Kathy Steele (Autor), Theo Kierdorf (Übersetzer), Hildegard Höhr (Übersetzer),

Broschiert: 464 Seiten Verlag: Junfermannsche Verlagsbuchhandlung GmbH & Co. KG; Auflage: 1 (4. April 2008) Sprache: Deutsch ISBN-10: 387387671X ISBN-13: 978-3873876712

"Onno van der Hart, Ellert Nijenhuis und Kathy Steele haben einen bahnbrechenden Beitrag zur Erforschung von Traumata geleistet, und ihnen ist auf Anhieb ein Klassiker zum Thema Dissoziation und dissoziative Störungen gelungen. Dieses äußerst konstruktive, sehr klar und gut lesbar geschriebene Buch regt zum Nachdenken an, vereinigt es doch Pierre Janets Beobachtungen und Ideen mit modernen Theorien des Traumas und der Dissoziation und mit den neuesten Erkenntnissen der Neurowissenschaft." - Richard P. Kluft

"Seit hundert Jahren beschreiben wir sie, doch was Dissoziation über unseren Geist sagt und wie wir sie behandeln können, das beginnen wir überhaupt erst zu verstehen. Dieses Buch ist eine brillante und gut verständliche Darstellung des wichtigsten Konzepts der zeitgenössischen Psychiatrie und Psychotherapie." - David Servan-Schreiber

Mehr Informationen zu diesem Titel finden Sie auf der Verlags-Website.



Somatoforme Dissoziation: Phänomene, Messung und theoretische Aspekte [Broschiert]
Ellert R. S. Nijenhuis (Autor), Theo Kierdorf (Übersetzer), Hildegard Höhr (Übersetzer)

Broschiert: 272 Seiten Verlag: Junfermann; Auflage: 1., Aufl. (1. August 2006) Sprache: Deutsch ISBN-10: 387387623X ISBN-13: 978-3873876231

Viele Patienten mit dissoziativen Störungen suchen anfänglich Hilfe wegen somatischer Erkrankungen, und oft berichten sie, daß sie selbst oder ihre Ärzte die vielfältigen und "merkwürdigen" Symptome, die aus scheinbar unerfindlichen Gründen kommen und gehen, nicht zu erklären vermögen. Die für psychische Dissoziation entwickelten Diagnose-Instrumentarien erweisen sich auch nicht immer als hilfreich. In solchen Fällen macht es Sinn, von somatoformen dissoziativen Symptomen zu sprechen.
"Auf Janets Forschung aufbauend, erweitert Ellert Nijenhuis` Buch über die somatoforme Dissoziation unser Verständnis dissoziativer Phänomene und beleuchtet deren historische Beziehung zur Hysterie. Auf einer empirischen Basis verbindet Nijenhuis Aspekte der klinischen Dissoziation mit der Erstarrungsreaktion beim Anblick eines Raubtiers und veranschaulicht so die fundamentale Rolle der dissoziativen Abwehr angesichts überwältigender Angst und Gefahr. Dieses Buch verbindet wichtige neue Informationen mit einer konzeptuellen Synthese früherer Arbeiten, stimuliert so unserer Denken und ermöglicht uns, die Erkenntnisse zur Thematik weiterzuentwickeln." - Frank W. Putnam



Das Gefühl, ein No-Body zu sein. Depersonalisation, Dissoziation und Trauma. Eine Einführung für Therapeuten und Betroffene [Taschenbuch]
Berit Lukas (Autor)


Taschenbuch: 312 Seiten Verlag: Junfermannsche Verlagsbuchhandlung GmbH & Co. KG; Auflage: 2., Auflage (10. Januar 2008) Sprache: Deutsch ISBN-10: 3873875349 ISBN-13: 978-3873875340

Wie ist das, wenn Menschen sich plötzlich nicht mehr spüren können, ihre Wahrnehmung sich verändert oder sie sich selber im Spiegel nicht mehr erkennen können?
Das vorliegende Buch versucht, Einblicke in diese Erfahrenswelt zu geben, die sprachlich kaum faßbar erscheint. Um möglichst nah an der Sicht der Betroffenen zu bleiben, wurden neben theoretischen Überlegungen und Erklärungsansätzen viele Originalzitate verwendet, die anschaulich das beschreiben, was erlebt oder nicht mehr erlebt wird.
Depersonalisationssymptome haben Auswirkungen auf die gesamte Lebensqualität und behindern die Menschen in ihrem Kontaktverhalten und ihrer Arbeitsfähigkeit. Dennoch werden Depersonalisationsphänomene im klinischen Alltag häufig übersehen oder nicht richtig gedeutet und verstanden, wenn Betroffene darüber berichten. Hier kann das Buch neue Perspektiven zu einem besseren Verständnis eröffnen, da durch eine Verbindung von historischem Material, neuen Forschungsberichten und dem direkten Austausch mit Betroffenen verschiedene Sichtweisen integriert werden. Mögliche therapeutische Interventionen werden ausführlich dargestellt und können Anhaltspunkte für die Behandlung geben.
Ergänzt wird das umfangreiche Informationsmaterial durch die persönlichen Erfahrungen von acht Betroffenen, die ihre eigene Geschichte, ihr Erleben und ihren Umgang mit den Depersonalisationssymptomen erzählen.

Mehr Informationen zu diesem Buch finden Sie auf der Verlags-Website.

Hand in Hand:
Ein Selbsthilfebuch für Unterstützer, Begleiter, Freunde und Partner von Menschen mit multipler Persönlichkeit

Didi Lindewald (Illustrator), Sabine Marya (Autor)


Broschiert: 207 Seiten Verlag: Autoren-Feder Verlag; Auflage: Neuauflage. (30. November 2009) Sprache: Deutsch ISBN-10: 3981317327 ISBN-13: 978-3981317329

Traumatische Erlebnisse haben nicht nur Auswirkungen auf das Leben und Überleben der Betroffenen, sondern auch auf die Menschen aus ihrem sozialen Umfeld. Einander begegnen, sich aufeinander einlassen, unterstützen und begleiten und dabei nicht sich selber als unterstützender Begleiter aus den Augen zu verlieren ... Wie ist das machbar? Und wo kann ich als Begleiter hin mit meiner Gefühlspalette aus Mitgefühl, Überforderung, Verzweiflung, Hilflosigkeit, Schuld, zwischen Rachephantasien und Ohnmacht? Dieses Selbsthilfebuch möchte Menschen dabei unterstützen, schwer traumatisierte Überlebende mit der Diagnose DIS / MPS zu begleiten und mit ihnen Begegnung, Nähe, Freundschaft, Konflikte, Beziehung, lebendiges Miteinander zu erleben. Informationen zu Themen wie Umgang mit Krisen, destruktive Verhaltensmuster, Switches, Innenkinder und Selbstfürsorge sowie Interviews mit Betroffenen, Schreib- und Malübungen machen das Buch zu einem wertvollen Begleiter. Bereichert wird das Buch zusätzlich durch die Bilder und Texte von Didi Lindewald. "Hand in Hand" gibt nicht nur Einblick in die Gefühle, Bedürfnisse und Schwierigkeiten der Innenanteile und hilft damit, ihre Reaktionen und Aktionen ein Stück mehr begreifen und nachvollziehen zu können und so zu einer besseren Akzeptanz und Annahme der Innenanteile zu gelangen. Dieses Buch zeigt Wege auf, sich selber wahr und ernst zu nehmen mit allen Gefühlen, Bedürfnissen und Problemen, die im Kontakt mit den Innenanteilen auftauchen können. Wege, die entstanden sind bei den persönlichen Erfahrungen der Menschen, die sich an diesem Buchprojekt beteiligt haben. Und dieses Buch möchte auch positive Erfahrungen weiter geben: "Ich habe gelernt zu sehen: Es kann noch so schlimm aussehen. Trotzdem kann daraus das schönste entstehen, wie bei einer Raupe. Die ist erst so hässlich, und dann wird daraus so ein schöner Schmetterling. Was ich unbedingt weiter geben möchte: es kann alles wirklich gut werden. Ein Tunnel hat immer ein Ende, auch, wenn es noch so dunkel erscheint, am Ende ist immer Licht!"


 
 
 
 
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