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Welche Therapiemöglichkeiten gibt es?

Therapie
 

Wer an einer Traumafolgestörung leidet, wird mit grosser Wahrscheinlichkeit ohne Hilfe nicht gesund, und sollte daher auf fachkundige Hilfe zurückgreifen.

Welche Therapiemöglichkeiten gibt es?
- Psychotherapie, (die verschiedenen Arten werden unten erläutert)
- medikamentöse Behandlung,

Die medikamentöse Behandlung (Psychopharmakotherapie) kann helfen, ist aber nur ergänzend zur Psychotherapie sinnvoll!

Welche Therapiemöglichkeiten haben sich bewährt?

Kognitiv-behaviorale Therapien (Verhaltenstherapie):
Man geht davon aus, dass dysfunktionales (nicht hilfreiches und ungesundes) Denken im wesentlichen dazu beiträgt, dass wir krank werden, oder nicht gesunden können. Menschen mit einer Traumafolgestörung neigen zu dysfunktionalem und unrealistischem Denken, fühlen sich oft schuldig, oder schämen sich. Genau hier knüpft die kognitiv-behaviorale Therapie an.

Psychodynamische Therapien:
Psychodynamische Therapieformen berücksichtigen stärker die so genannten unbewusste Vorgänge.

- MPTT (Mehrdimensionale psychodynamische Traumatherapie): es geht hier darum, Trauma und Traumaverarbeitung zu verstehen, dem Betroffenen bewusst zu machen, und im Rahmen einer Sicherheit spendenden Beziehung neue Wege aus dem Trauma zu entwickeln.

- PITT (Psychodynamisch imaginative Traumatherapie, entwickelt von Luise Reddemann):
Diese Therapie nutzt vor allem die Fähigkeit zur "Imagination als heilsame Kraft". Die Betroffenen werden angeregt, ihre Vorstellungskraft ganz gezielt zu nutzen. So lernen sie heilsame Bilder zu entwickeln, die ein Gegengewicht zu den Bildern des Grauens bilden sollen.
Die Vorstellungskraft ist eine natürliche Fahigkeit, die fast jeder Mensch besitzt. Fähigkeiten, die ohnehin vorhanden sind, werden von PITT gezielt genutzt.
http://www.luise-reddemann.info/pages/mainPITT.htm

EMDR:
EMDR heisst "Eye Movement Desensitization and Reprocessing", und ist ein relativ neues Therapieverfahren. Im wesentlichen geht es darum, mittels Augenbewegungen eine beschleunigte Verarbeitung des Traumas im Gehirn anzuregen.

DBT:
Die Dialektisch-Behaviorale Therapie (DBT) ist eine von der amerikanischen Psychologin Marsha M. Linehan in den 1980er Jahren entwickelte Psychotherapieform zur Behandlung der Borderline-Persönlichkeitsstörung. Die
DBT basiert auf der kognitiven Verhaltenstherapie, umfasst aber auch Elemente anderer Therapierichtungen sowie fernöstliche Meditationstechniken.

ACT: Akzeptanz- und Commitmenttherapie  
Die
Akzeptanz- und Commitmenttherapie (ACT, gesprochen wie das englische Wort act) ist eine neuere Form der Psychotherapie, bei der klassische verhaltenstherapeutische Techniken mit achtsamkeits- und akzeptanzbasierten Strategien und mit Interventionen zur Werteklärung kombiniert werden. ACT beruht auf der Bezugsrahmentheorie (Relational Frame Theory), einem kontextualistischen Erklärungsmodell für sprachlich-gedankliche Prozesse, welches eine Weiterentwicklung verhaltensanalytischer Erklärungsansätze skinnerscher Prägung darstellt.



Was kann zusätzlich getan werden?
Die oben erwähnten Therapiemöglichkeiten können und sollten durch stabilisierende Körpertechniken ergänzt werden, wie z.B.:
- Qi Gong,
- Feldenkrais-Arbeit,
- künstlerische Therapien,
- Sport allgemein,

Sehr hilfreich sind ausserdem:
- die Einbeziehung von Angehörigen,
- die berufliche Reintegration,
- soziale Unterstützung,

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